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Die Grenzen zwischen Paternalismus und Liberalismus im modernen Rechtsstaat
Eine neue Perspektive im Rahmen der postmortalen Organspende- Authors:
- Series:
- Schriften zum Bio-, Gesundheits- und Medizinrecht, Volume 65
- Publisher:
- 2026
Summary
The central element of ‘legal paternalism’ is not the protection of the individual from self-harm, but the state's interference in the individual's right to self-determination and autonomy. Legal paternalism is an inevitable consequence of the legal system and cannot be abolished as long as this system exists. The precise limits of such interference must therefore be defined. In the case of post-mortem organ donation, three aspects are important: state paternalism, the protection of legal interests and the duty of tolerance in an emergency. These limits also show the limits of legal liberalism. The aim of this paper is to identify new solutions. This Title is also Available as Open Access.
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Bibliographic data
- Edition
- 1/2026
- Copyright year
- 2026
- ISBN-Print
- 978-3-7560-2221-2
- ISBN-Online
- 978-3-7489-4873-5
- Publisher
- Nomos, Baden-Baden
- Series
- Schriften zum Bio-, Gesundheits- und Medizinrecht
- Volume
- 65
- Language
- German
- Pages
- 330
- Product type
- Book Titles
Table of contents
ChapterPages
- Abkürzungsverzeichnis
- A. Zur Problemstellung
- B. Gang der Untersuchung
- 1. Staatspaternalismus in einer pluralistischen Gesellschaft
- 2. Mittel-Zweck-Relation
- a) Freiheitsbezug
- b) Zwei Rollen desselben Handelnden
- a) Schutz der Einzelperson in der Privatsphäre
- b) Schutz der Individuen in der Gemeinschaft
- 1. Moral, Recht und Ethik
- 2. Sittengesetz und Gewohnheitsrecht
- a) Moralisierender Perfektionismus
- b) Legaler Paternalismus aus liberaler Sicht
- a) Ethische Pflichten und Verrechtlichung
- b) Verrechtlichungsverbot als Grenze des Rechtspaternalismus
- c) Verrechtlichung der einverständlichen Organentnahme
- I. Direkter und indirekter Rechtspaternalismus
- 1. Harter Rechtspaternalismus als nicht autonomieorientierter Paternalismus
- 2. Weicher Rechtspaternalismus aus liberaler Perspektive
- III. Positiver und negativer Rechtspaternalismus
- IV. Aktiver und passiver Rechtspaternalismus
- I. Rechtspaternalismus aus der Kant’schen Perspektive
- 1. Mill’scher Konsequentialismus
- 2. Öffentlicher Vernunftgebrauch als kollektivistisches Interesse aus der gesellschaftsvertragstheoretischen Perspektive
- 1. Vernünftigkeit der zukünftigen Zustimmung als Entscheidungsfreiheitspaternalismus
- 2. Die vorherige Zustimmung
- I. Menschenwürde aus rechtlicher Perspektive
- 1. Autonomie als Schwellenbegriff
- 2. Rechtspaternalismus aus der Perspektive des Liberalismus
- 1. Die enge Zustimmungslösung
- 2. Die erweiterte Zustimmungslösung
- 3. Neues Gesetz zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende
- II. Die Widerspruchslösung
- III. Die Informationslösung
- IV. Die Motivationslösung
- F. Resümee
- a) Das systemkritische Potenzial
- b) Die Substanzhaltigkeit der Rechtsgüter
- a) Der geschichtliche Begriff überpersonaler Rechtsgüter mit der Tendenz der Vergeistigung
- b) Der Strafgrund der abstrakten Gefährdungsdelikte bezüglich kollektiver Rechtsgüter
- a) Negativdefinition mit Staatsverpflichtung aus der Perspektive der Schutzfunktion
- aa) Der positive begriffliche Bestimmungsversuch der Menschenwürde
- bb) Die Sakralität des Menschen
- a) Die postmortale Schutzwirkung der Menschenwürdegarantie
- b) Öffentlicher Frieden bezüglich § 168 StGB und § 19 TPG i. V. m. §§ 3, 4 TPG
- I. Anknüpfungspunkte für die verfassungsrechtliche Prüfung
- 1. Anwendungsmöglichkeit im Strafrecht
- 2. Menschenwürde und Verhältnismäßigkeit
- 3. Kollektive Rechtsgüter und Verhältnismäßigkeit
- 1. Legitime Zwecke, Geeignetheit und Erforderlichkeit
- a) Zweckrelevante Faktoren
- b) Eingriffsrelevante Faktoren
- c) Ergebnis der Abwägung
- 1. Die überwiegende Ansicht
- 2. Die sog. Gegenansicht
- 3. Eigener Ansatz
- II. Eigenmächtige Organexplantation durch Ärzte
- D. Resümee
- 1. Die Interessenabwägung der notstandsfähigen Rechtsgüter
- a) Die Gegenwärtigkeit der Gefahr
- b) Die historische Entwicklung und dogmatische Veränderung des Begriffs der Gegenwärtigkeit der Gefahr
- 1. Das Merkmal der „Nicht-anders-Abwendbarkeit“ der Gefahr
- 2. Angemessenheit der Notstandshandlung
- a) Solidarität als juristischer Begriff
- b) Erforderlichkeit der Solidarität
- a) Grenze der Solidarität
- b) Rechtswidrigkeit im Falle A
- 1. Die Kollision gleichwertiger Interessen und die Bestimmung der Rechtfertigung
- 2. Strafunrechtsausschließungsgründe als zivilrechtliche Erlaubnissätze und öffentlich-rechtliche Eingriffsnormen im Falle B?
- C. Resümee
- Kapitel 5 SchlussbetrachtungPages 273 - 278 Download chapter (PDF)
- A. Rechtspaternalismus im weiteren Sinne
- I. Wie ist die Beziehung zwischen Autonomie und Menschenwürde?
- II. Auf welche und wessen Autonomie konzentriert sich diese Arbeit?
- III. Was beinhaltet wesentlich das Rechtsgut bzw. der Schutzzweck des § 19 II TPG und des § 168 I StGB?
- IV. Die Notwendigkeit einer Auseinandersetzung mit dem Verhältnismäßigkeitsprinzip
- C. Aggressivnotstand aus der rechtspaternalistischen Perspektive
- D. Ergänzende Bemerkungen
- LiteraturverzeichnisPages 303 - 330 Download chapter (PDF)