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Die Grenzen zwischen Paternalismus und Liberalismus im modernen Rechtsstaat

Eine neue Perspektive im Rahmen der postmortalen Organspende
Autor:innen:
Verlag:
 2026

Zusammenfassung

Das zentrale Element des „Rechtspaternalismus“ ist nicht der Schutz des Einzelnen vor Selbstschädigung, sondern der staatliche Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht und die Autonomie des Individuums. Rechtspaternalismus ist eine unvermeidliche Folge des Rechtssystems und kann nicht abgeschafft werden, solange dieses System besteht. Daher müssen die genauen Grenzen solcher Eingriffe festgelegt werden. Bei postmortalen Organspenden sind drei Aspekte wichtig: der Staatspaternalismus, der Schutz von Rechtsgütern und die Duldungspflicht im Notstand. Diese Grenzen zeigen auch die Grenzen des Rechtsliberalismus auf. Ziel dieser Arbeit ist es, neue Lösungsansätze aufzuzeigen. Dieser Titel erscheint auch Open Access.

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Bibliographische Angaben

Auflage
1/2026
Copyrightjahr
2026
ISBN-Print
978-3-7560-2221-2
ISBN-Online
978-3-7489-4873-5
Verlag
Nomos, Baden-Baden
Reihe
Schriften zum Bio-, Gesundheits- und Medizinrecht
Band
65
Sprache
Deutsch
Seiten
330
Produkttyp
Monographie

Inhaltsverzeichnis

KapitelSeiten
  1. Download Kapitel (PDF)
    1. Abkürzungsverzeichnis
  2. Download Kapitel (PDF)
    1. A. Zur Problemstellung
    2. B. Gang der Untersuchung
  3. Download Kapitel (PDF)
        1. 1. Staatspaternalismus in einer pluralistischen Gesellschaft
        2. 2. Mittel-Zweck-Relation
          1. a) Freiheitsbezug
          2. b) Zwei Rollen desselben Handelnden
          1. a) Schutz der Einzelperson in der Privatsphäre
          2. b) Schutz der Individuen in der Gemeinschaft
        1. 1. Moral, Recht und Ethik
        2. 2. Sittengesetz und Gewohnheitsrecht
          1. a) Moralisierender Perfektionismus
          2. b) Legaler Paternalismus aus liberaler Sicht
          1. a) Ethische Pflichten und Verrechtlichung
          2. b) Verrechtlichungsverbot als Grenze des Rechtspaternalismus
          3. c) Verrechtlichung der einverständlichen Organentnahme
      1. I. Direkter und indirekter Rechtspaternalismus
        1. 1. Harter Rechtspaternalismus als nicht autonomieorientierter Paternalismus
        2. 2. Weicher Rechtspaternalismus aus liberaler Perspektive
      2. III. Positiver und negativer Rechtspaternalismus
      3. IV. Aktiver und passiver Rechtspaternalismus
      1. I. Rechtspaternalismus aus der Kant’schen Perspektive
        1. 1. Mill’scher Konsequentialismus
        2. 2. Öffentlicher Vernunftgebrauch als kollektivistisches Interesse aus der gesellschaftsvertragstheoretischen Perspektive
        1. 1. Vernünftigkeit der zukünftigen Zustimmung als Entscheidungsfreiheitspaternalismus
        2. 2. Die vorherige Zustimmung
      1. I. Menschenwürde aus rechtlicher Perspektive
        1. 1. Autonomie als Schwellenbegriff
        2. 2. Rechtspaternalismus aus der Perspektive des Liberalismus
        1. 1. Die enge Zustimmungslösung
        2. 2. Die erweiterte Zustimmungslösung
        3. 3. Neues Gesetz zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende
      1. II. Die Widerspruchslösung
      2. III. Die Informationslösung
      3. IV. Die Motivationslösung
    1. F. Resümee
  4. Download Kapitel (PDF)
          1. a) Das systemkritische Potenzial
          2. b) Die Substanzhaltigkeit der Rechtsgüter
          1. a) Der geschichtliche Begriff überpersonaler Rechtsgüter mit der Tendenz der Vergeistigung
          2. b) Der Strafgrund der abstrakten Gefährdungsdelikte bezüglich kollektiver Rechtsgüter
          1. a) Negativdefinition mit Staatsverpflichtung aus der Perspektive der Schutzfunktion
            1. aa) Der positive begriffliche Bestimmungsversuch der Menschenwürde
            2. bb) Die Sakralität des Menschen
          1. a) Die postmortale Schutzwirkung der Menschenwürdegarantie
          2. b) Öffentlicher Frieden bezüglich § 168 StGB und § 19 TPG i. V. m. §§ 3, 4 TPG
      1. I. Anknüpfungspunkte für die verfassungsrechtliche Prüfung
        1. 1. Anwendungsmöglichkeit im Strafrecht
        2. 2. Menschenwürde und Verhältnismäßigkeit
        3. 3. Kollektive Rechtsgüter und Verhältnismäßigkeit
        1. 1. Legitime Zwecke, Geeignetheit und Erforderlichkeit
          1. a) Zweckrelevante Faktoren
          2. b) Eingriffsrelevante Faktoren
          3. c) Ergebnis der Abwägung
        1. 1. Die überwiegende Ansicht
        2. 2. Die sog. Gegenansicht
        3. 3. Eigener Ansatz
      1. II. Eigenmächtige Organexplantation durch Ärzte
    1. D. Resümee
  5. Download Kapitel (PDF)
        1. 1. Die Interessenabwägung der notstandsfähigen Rechtsgüter
          1. a) Die Gegenwärtigkeit der Gefahr
          2. b) Die historische Entwicklung und dogmatische Veränderung des Begriffs der Gegenwärtigkeit der Gefahr
        1. 1. Das Merkmal der „Nicht-anders-Abwendbarkeit“ der Gefahr
        2. 2. Angemessenheit der Notstandshandlung
          1. a) Solidarität als juristischer Begriff
          2. b) Erforderlichkeit der Solidarität
          1. a) Grenze der Solidarität
          2. b) Rechtswidrigkeit im Falle A
        1. 1. Die Kollision gleichwertiger Interessen und die Bestimmung der Rechtfertigung
        2. 2. Strafunrechtsausschließungsgründe als zivilrechtliche Erlaubnissätze und öffentlich-rechtliche Eingriffsnormen im Falle B?
    1. C. Resümee
  6. Kapitel 5 SchlussbetrachtungSeiten 273 - 278 Download Kapitel (PDF)
  7. Download Kapitel (PDF)
    1. A. Rechtspaternalismus im weiteren Sinne
      1. I. Wie ist die Beziehung zwischen Autonomie und Menschenwürde?
      2. II. Auf welche und wessen Autonomie konzentriert sich diese Arbeit?
      3. III. Was beinhaltet wesentlich das Rechtsgut bzw. der Schutzzweck des § 19 II TPG und des § 168 I StGB?
      4. IV. Die Notwendigkeit einer Auseinandersetzung mit dem Verhältnismäßigkeitsprinzip
    2. C. Aggressivnotstand aus der rechtspaternalistischen Perspektive
    3. D. Ergänzende Bemerkungen
  8. LiteraturverzeichnisSeiten 303 - 330 Download Kapitel (PDF)